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02/2007

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= Lauft, so lange ihr noch könnt! = ...

Meine liebe Freundin Bert (formerly known as Carrööö) hat mich Caspar David getauft. Ja, ich neige dazu, romantisch zu werden, aber ich kann nichts dafür, die Natur zwingt mich dazu. Deshalb muss ich zu allen möglichen Daten – Geburtstage, Jahreswechsel, hassenichgesehn – RÜCKBLICKE machen. Furchtbar, furchtbar.
Aber wenn sie auch sonst niemand liest – zumindest mich amüsieren sie, wenn ich sie dann irgendwann wieder durchlese, und dieses Jahr schreit nach einem Rückblick, sonst vergess ich wieder alles.
Aber wo fang ich in der Jgst. 13 am besten an?

Die Mottowoche.

Vorher waren wir – darf ich das sagen? – eine Arschloch-Stufe. Oder auch: eine Grüppchen-Stufe. A lästert über B, B erzählt es C weiter, C ist sauer auf A, A hat keinen Plan, und D macht einfach sein eigenes Ding (ja, wir waren die Alternativen Party-Gängstaaas ^^)
Und dann, vier Wochen vorm Abitur hängt jemand nen Zettel ans Brett mit der Überschrift: Mottowoche. 1. Asitag, 2. Beach-Tag, 3. Business-Tag, 4. Imitiere-einen-Lehrer-Tag, 5. Sport-und-Hobby-Tag (wobei alle gedacht haben, is nur Sport, und mich dann blöd angeguckt haben, als ich da in beschmierter Malerhose rumgetanzt bin), dann Montags… Italiner-Schlafmützen-Tag. Also eigentlich Schlafanzug-Tag, aber da unser Stufenitaliener Geburtstag hatte, wurde kurzfristig La Familia gegründet. Dienstag: Hut-Tag. Mittwoch: Hippie-Tag, Gitarre-spielen vorm Lehrerzimmer und Nigge und Alex verteilen Blumen. Donnerstag: Blau-Tag, wie auch immer man das verstehen mag, aber es war der Tag vor der Zulassung.
Abends: fette fette Party im Zensi, nur eine Handvoll rebellischer Geschtalten ist abgehauen in die Zeche (Loori, Carrö, Sandra, Dirk et moi).

Zulassung.

Nach zwei Stunden bzw. gar keinem Schlaf morgens ab in die Aula … stundenlanges Gelaber dass man inzwischen schon auswendig konnte… ein Täuschungsversuch, weil jemand jemanden in die Liste eingetragen hat, der erst später gekommen ist, also noch mehr Verzögerung… und dann: alle ab ins Abi-Café, um NACHEINANDER ihre Zulassungs-Zettel abzuholen… Währenddessen lassen schon so gut wie alle Lehrer ihre Zöglinge laufen (als Racheakt für unseren „Täuschungsversuch“???) und als wir nach der 5. (!!!) Stunde endlich „Ghostbusters“ durch die Lautsprecher hören und mit den Wasserpistolen den Hof stürmen, sind noch … hm… drei Klassen da?
Nun, wir waren am Ende nasser als alle unsere Opfer, aber war doch lustik. Zumal ich da mit Hasenkostüm und Sonnenbrille rumgeflitzt bin – HASENJAGD.
Was danach kam… ach meine Fresse, ja, das hätt ich schon fast wieder vergessen – ABI!
Ja, da fing das ja quasi erstmal an, dass man sich so als gemeiner Schüler überhaupt ma Gedanken drüber gemacht hat, wann lern ich denn jezz?... Immer wenn man wen fragte, ob er schon gelernt hat, kam die Standartantwort: SACHEN SORTIERT.
Dasssma effektives Lernen, Hallelujah.

Aber nun kamen die Osterferien und langsam wurd’s eng… Ich muss gestehen, dass ich mich zu Anfang wohl auch mehr um die Fertigstellung unserer saugeilen Abizeitung gekümmert hat als um meine LKs, aber wie sich später heraussstellte, brauchte ich den Kram, den ich in Englisch (IRLAND *UAARGH*) und Kunst (alles außer PopArt, und PopArt kam dran) gelernt hatte, ÜBERhaupt nicht. Dafür kamen dann 2+ und 2- raus, was ganz annehmbar ist. Die Abende vor den Klausuren verbrachte ich in der gepflegten Gesellschaft meiner alten Freundin Linda, die immer noch den gesunden Erzähldrang hat, den sie bereits in der Grundschule hatte, und was macht man, wenn man nicht schlafen kann? Labern und Kaffee trinken. Am besten bis nach Mitternacht. So machte das Aufstehen morgens extra Spaß…

Die dritte Klausur: für die meisten war ja da schon DIE HÄLFTE ALSO DAS SCHLIMMSTE vorbei, aber für mich begann das Grauen erst. BIO. Und dass auch noch bei dem strahlenden, aber unglaublich arbeitsam-anspruchsvollen Glühwürmchen Rolf Swoboda. Nachdem Bert und ich uns erstmal im Raum vertan hatten, saßen wir also hintereinander mit mehreren Bio-, Pädagogik- und Wasweißich-Leuten in einem Raum und wer kam nicht? Herr Swoboda. Ich muss dazu sagen: es ist wundervoll, auf dem MP3-Player „Conquest of Paradise“ zu hören und dabei die Lehrer zu beobachten, wie sie mit starren Mienen den Raum betreten. Als die Musik so aufquillt, also bei dieser total geilen Stelle, kommt dann Herr Swoboda rein. Und er hat mir tatsächlich bei den 2 Themen, die ich nehmen muss, Ökologie geschenkt. Ohne das hätt ich wohl kaum die 4+ geschafft, also: hey. Danke.

Ein kleines bisschen Horrorshow...
Was ich vor der MÜNDLICHEN Prüfung gemacht habe – doch, ich weiß es noch. Der Geburtstag meiner Mutter und wir – mein Schatz, meine Schwester und ich – haben im Green’s auf sie gewartet als Überraschung, dass wir trotz Abistress blabla doch dabei sind (Geschenke: eine Alter-Sack-Teedose und eine singende Blume…)
Ich hab n tollen Salat gegessen, 1A, aber meine Nerven. Man kenntet ja, wenn man nervös ist, wenn das Bein son bisken wippt und so weiter, is ja kein Thema, abeerrrr… Na ja, meine Hand wedelte wie unter Strom, wenn man die festhielt, machten die Beine nicht mehr mit, und später im Liegen kam ich mir vor wie das Mädel aus dem Exorzisten. Klingt lustik, ist aber nicht schön, nicht schön. Und wenn man sich die ganze Zeit am Aufbäumen is, is an Schlaf eh gar nicht zu denken.
Und dann kam er, der Tag der Tage, vor dem ich mich 13 Jahre lang gefürchtet habe. Man hat immer Angst vor dem Ungewissen. Meine Hand tat noch ihr übriges, also das was sie wollte, zitterzitterzitter, da holt uns mein lieber Freund Dr. Ingler schon aus der Aula und ab ins Aufenthaltszimmer. Bzw. wir sitzen draußen, während das erste Opfer schon auseinandergenommen wird. Und ich bin als Zweite dran, um 9 Uhr. Was ein Glück ist, Bert ist erst nachmittags um 5 dran, echte Horrorshow.
Die halbe Stunde Vorbereitungszeit ist definitiv am Schlimmsten. Kompensierte Nervosität im Bioraum. Irgendwie wirkt jeder, als würde er gleich anfangen zu schreien. Und die Zeit reicht nicht, da ist man sich sicher. Nach Bio habe ich in Sowi mein Hassthema bekommen, Wirtschaft, fickedifuck. Dazu noch ein bisken Europa, zum schlechten Nachgeschmack. Dann holt mich Herr Thomas ab – heiliger Ionengott, Lehrer können SOOO NETT SEIN!
Die Seelsorger, die einen da vom Vorbereitungsraum zum Prüfungsraum begleiten, meine Güte, die reden, die sind freundlich, erzählen Anekdoten, sind so unglaublich zuvorkommend… und dann sitz ich da und vor mir: die Dreisten Drei. Die Drei Weisen. Die Drei Kleinen Schwei…. Nee, also jedenfalls sitzen da Herr Thomas, in der Mitte der gute Norbert, und daneben Herr Hageleit. Ich vermeide es konsequent ihn anzugucken und stammle mich durch die Erste Halbzeit. Puh. Halb so schlimm. Dann halte ich ein nettes Pläuschken mit dem Doc über Wirtschaft (fragt mich – ich kann heute NIX mehr von dem was ich gelernt hab), er muss mir ein bisschen weiterhelfen, was meine Euphorie dämpft, aber alles in allem, naja – ich lebe noch! Am Ende macht Haggi nen Witz. Es geht irgendwie um Steuern, und der letzte Satz, den der Vize bringt: „Sie müssen mich bezahlen.“
Meine wirren Gedanken: HÄ? Schmiergeld oder was? Krieg ich dann ne 1, wenn ich jezz hier… ähm, was will er von mir? Ach, Herr Ingler lacht, na da hatter wohl n Witz gemacht. Moment – Haggi hat n Witz gemacht?
Ich lache pflichtbewusst und auch sehr erleichtert und fliehe. Als die Tür hinter mir zufällt, renne ich los, springe die drei Treppen im 3. Stock hinunter und fall erst mal auf die Fresse. Aber ich bin erlöst. Alles halb so wild. Es wird ne 2-. Ihr wollt mich doch alle verarschen.

Womit wir noch NICHT mal bei den tollsten Sachen angekommen sind. Ich meine – das war jetzt das Abitur, aber mein Gott, Abitur, mein Gott…





Lö Fortsetzung

So.
Weil die Bert anscheinend nix besseres zu tun hat, als im NÄTZ rumzunhängen *muhahaha* werd ich jetzt ma auf ihr Drängen hin weiterschreiben.
Wenn ich mich recht erinnere, waren wir grad bei Nach der Mündlichen Prüfung… Ch-ch-ch-check it out. Die Erleichterung danach war einfach monumental. 9 Jahre lang hatt ich Schiss davor, und, naja, da war mir nicht bewusst, dass mir das auf der Uni noch das ein oder andere Mal zustoßen wird… Aber jetzt ist erstmal frei.
Die Zeit bis zum entscheidenen Tag, was ein guter Monat war, verbrachten wir damit, unseren wunderbaren Abifilm zu schneidern (man glaubt nicht, was das für eine Arbeit ist) und dabei Unmengen Geld für Fast-Food-Nudeln, Fast-Food-Pommes und Fast-Food-Asia-Zeugs auszugeben, „Oooh Mr. Swoboda“ zu singen und davon einen ewigen Ohrwurm zu bekommen und und und… wenn ich jetzt die „DuckTales“ höre, weiß ich immer noch, an welcher Stelle welche Szene kommt -.-
Ansonsten waren wir außerordentlich damit beschäftigt, uns zu langweilen. Es kam einem Kulturschock gleich – 13 Jahre lang früh aufstehen und nie genug Schlaf kriegen und jetzt wochenlang ausschlafen können und viel zu viel Schlaf kriegen. Furchtbar sowas. Ohne Zweifel vermischten viele aus der Stufe diese Aktivitäten auch mit exzessivem Saufen, aber wir wollen ja nicht so tun, als ob das vor der Abiphase noch nie vorgekommen wäre.


Dann, zum 2. Juni, dem Tag der Abitur-Noten-Vergabe, hab ich noch einen Blog-Eintrag:
...
Eine 3/4-Stunde Gelaber, das wir sowieso schon kannten...
und dann...10 Sekunden für jeden Namen, der vorgelesen wurde, von der Götte(r)-Dämmerung persönlich...
(- "...Bernhard."
- "...WAT??"
- "Wööööööööööh" (die Halle tobt))
Wer es geschafft hat.
Mein Name fällt. Jawoll.

Das bescheuerte war einfach, dass wir 5 Stunden anstehen mussten, um unsere Bücher abzugeben, und erst DANN die heißersehnten Noten abholen durften. Danach: auch große Erleichterung, aber anschließend ging es prinzipiell so weiter wie vorher:

LAAAANGWEILIG.

Langeweile + Party im gesunden Mix. Lange philosophische Gespräche im Caféhaus mit Sandra und Bert, die Tradition hat sich mit den monatlichen Abizeitungs-Treffen eingestellt. Ach ja – außerdem kam ja noch der ultimative Abizeitungs-Terror, Layout machen, verschicken, auf das Probe-Exemplar warten, Probe-Exemplar kommt nicht, wird insgesamt 3x verschickt, wobei erst gesagt wird, das 2. Mal wird per DPD geschickt, wurde aber nicht, was bei der Bert und der Vera den fast ultimativen Beschluss auslöst, übers Wochenende ins Saarland zu fahren und die Pakete eigenhändig zu kutschieren. Doch die Kiste Abibräu, die es für Selbstabholer für umsonst gab, überzeugte uns dann auch nicht, diese Reise anzutreten, zumal die 4 Pakete letzen Endes doch ankamen.

Dann… Stichworte:
Hoffentlich-hat-niemand-das-Kleid-an-dass-ich-trage.
Hoffentlich-findet-niemand-heraus-wie-teuer-mein-Kleid-war.
Hoffentlich-findet-niemand-heraus-wie-billig-mein-Kleid-war.
Hoffentlich-reicht-es-wenn-ich-zwei-Tage-vor-dem-Ball-anfange-mich-fertigzumachen.

ABISTREICH.

Die Nacht davor mag vielen in schlechter Erinnerung bleiben, aber ab 2 Uhr morgens, in kleiner Runde, wurd’s noch saulustig… Keine Ahnung, was wir bis 8 Uhr, als die Orga-Leute kamen, getrieben haben, wir saßen eigentlich die ganze Zeit in kleiner Runde und haben gelabert. Mal sehen… Nadine W., Scheuer, Christoph und die Fabys waren recht lange da, aber nicht bis morgens. Caro N., Mücke, Raffi, Santino, Klas, Linda und meine Wenigkeit haben durchgehend die Pausenhalle gehütet. Mit Lambrusko, Wasser und einer Kiste Choco Pops, die da jemand (zum GLÜCK!!!) stehengelassen hatte. Um 4 Uhr dampften Laura L. und Ramona ab, um nach einer Stunde mit Fladenbrot und Kaffee zurückzukommen (ewiger Dank deswegen).
Um ca. 5 Uhr brachte Laura diesen Spruch: „Ich wollte immer schon mal den Schulhof fegen…“
Und weil wir grad nix anderes zu tun hatten, haben wir das Gelände von Sporthalle bis Haupteingang gefegt und die Pausenhalle geputzt. Um 8 Uhr kam eine viel zu fröhliche Rektorin gucken, und um 9 Uhr ging der Abistreich los, und ohne eitel sein zu wollen – gut. Es WAR ein mordsmäßiger Abistreich, und die große Anzahl der Leute spricht dafür, dass wohl doch etwas da war, was in den letzten Jahren gefehlt hat…
Probs an die beiden Moderatoren, Scheuer und Francesco („Doitschlaaaaaand“), an alle, die da mitgeholfen haben, an alle, die die Zeitung gekauft haben, an alle, die durchgemacht haben, an alle, die da waren… war einfach nur lustich.
Um 14 Uhr war ich zuhause und seit ca. 27 Stunden wach. Mit Dollarzeichen in den Augen musste ich in einem sehr seltsamen Bewusstseinszustand – irgendwo zwischen Wachsein, Träumen, Schlafen – das eingenommene Abizeitungs-Geld zählen und ging dann ins Bett.
Als ich aufwachte, sagte die Digitalanzeige meiner Uhr 10:00 und ich konnte nicht sagen ob es abends oder morgens war. Jedenfalls – es WAR morgens, am nächsten Tag, und ich hatte fast 20 Stunden geschlafen. Meine Fresse.

Muss ich eigentlich noch was über den Abiball sagen?

Alle Betroffenen werden sich ihr eigenes Bild davon gemacht haben… Als wir vor dem KuZ eintrafen, am Freitag, den 23.06., also ich kam mir ein bisschen vor wie auf einem Kostümfest…
Das soll nichts negatives heißen, sehr sehr viele Leute sahen rattenscharf aus, aber eben total ungewohnt. Und ich stand da mit meinen Stiefeln, dem Kilt und den Dreads und fand einfach alles lustig. Wir durften zwar unsere Zeitung nicht offiziell verkaufen – das hätte alles noch mit dem KuZ besprochen werden müssen und dann hätten die NOCHMAL Geld von uns gewollt – BoAr – aber dank unserer Propagandaministerin Sandra Z. wurden die Zeitungen doch noch unter der Hand und unter dem Tisch an die Leute gebracht.
Einkommen nach diesem Abend: genau 666 Euro.

Aber der Ball.
Einlauf mit „Simply the Best“.
Diese beiden Reden am Anfang. Wouw.
Da hat mein Vater sogar meiner jüngeren Schwester n Bier ausgegeben und das soll was heißen. Es kommt irgendwie nicht wirklich an, wenn da zwei Frauen auf der Bühne stehen, mit denen man als Schüler NOCH NIE im Leben was zu tun gehabt hat, und erzählen eine mwas von elterlichen Pflichten, morgendlichem Aufstehen, elterlichen Qualen, und aber auch „…Kommt zu uns…“… Sekten-Verein Ehemaligen-Verein… also wie gesagt, es wirkt nicht wirklich überzeugend.
Die Fußball-mäßige, mit Metaphern vollgestopfte Rede der Rektorin war doch sehr… außergewöhnlich. Zwar saßen da so einige Schüler mit langen Gesichtern, weil man am Anfang überhaupt nichts verstand, aber als es dann darum ging, dass „einige mit der roten Karte vom Platz gingen“, und der „alte Trainer ging und eine neue Trainerin kam“, fiel langsam der Groschen.
Die Hälfte der Stufe steht für die Rektorin auf. Dann liest sie eine rührende Grußkarte von Alt-Rektor Paul vor, der leider nicht kommen konnte. Die andere Hälfte der Stufe zollt ihm mit Standing Ovations Tribut. Guter alter Paule.
Es sind recht wenig Lehrer anwesend, mit einigen hätte man gerne noch gesprochen (zum Beispiel mit Herrn Wehrmann, der unsere Chaosklasse damals ab der 5 als erster in die Mangel nahm. Sein „Martin – RAUS!“ erschall schon, bevor überhaupt jemand den Mund aufmachen konnte^^).
Die Zeugnisübergabe mit den einzelnen Kursen.
Frau Bial sieht aus, als bricht sie gleich wieder in Tränen aus. Einfach in den Arm nehmen und lächeln.
Frau Herda wird ihren „Kurs nicht so schnell vergessen“. Bezaubernd, die Lehrer.
Endlich wird unser Film gezeigt … nochmal Standing Ovations, das war überwältigend … und dann muss ich im Pelztier-Kostüm avec Lä Laura auf die Bühne, hab ich mir ja selbst eingebrockt.
„Ein Preis für alle, die nie Aufmerksamkeit gekriegt haben…
Un Prix pour les heros…
Ein Preis für die, deren Anzahl an Fehlstunden höher war als die ihrer Punkte…”
Ich dachte ja, die halten mich alle für bescheuert. Naja.
Am Ende steh ich ein bisschen neben mir, was an dem gelungenen Abend, an dem Es-ist-jetzt-alles-vorbei-Gedöns und sicherlich auch an der Fruchtbowle liegt. Es ist zu … groß, es passt nicht ins Denken, dass es jetzt vorbei ist.
Ein großes, allgemeines Schluchzen und Knuddeln um 3 Uhr, als alle gehen müssen und nur noch unsere Stufe da ist. Leute in den Arm nehmen, mit denen man kaum ein Wort gesprochen hat.
Alle fühlen das gleiche. Unglaublich, wenn ich bedenke, was für eine Art Gemeinschaftsgefühl wir vor einem Jahr hatten – nämlich so gut wie gar keines.
Das hat sich radikal geändert, im Kleinen auf den Kursfahrten, im Großen in der Mottowoche und den anschließenden Monaten.
Und was soll man am Ende sagen?

Schweigen und Weinen. Und glücklich sein, denn wir haben ein Happy End, das keiner erwartet hat.

„WEIßE BESCHEID, Schätzelein…“
- Horst Schlemmer alias Horst-Uwe Jäger, aber auch der Scheuer

oder auch

„You did a very good job!“
- Horst Michaely, und am Ende auch Miss Bial



…oder…
le ultimative-Dana-Zitat:

“JETZT – ERST – RECHT!”




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